Letzte Auflage des Traditionslaufes
Ende mit der 28. Auflage: Am Samstag findet ein letztes Mal der Teutolauf in Lengerich-Hohne statt. In den vergangenen Jahren war die LG Emsdetten eine der größten Gruppen. Immer dabei: Paul Venker. Er blickt auf den „schönsten Lauf im Kreis zurück“.
Quellennachweis: Sportredakteur Luca Pals, Westfälische Nachrichten – Lengericht, Ausgabe 17.10.2025
- Die Läuferinnen und Läufer der LG Emsdetten waren in den vergangenen Jahren oft die größte Gruppe beim Teutolauf.
Die Lauf-Gemeinschaft Emsdetten gibt es schon seit 1986, den Internationalen Teutoburger Waldlauf seit 30 Jahren. Wenn am Samstag die 28. und letzte Auflage über die Bühne geht, müssen die Läuferinnen und Läufer aus Emsdetten natürlich dabei sein. In den vergangenen Jahren waren sie beim Traditionslauf mit bis zu 70 Teilnehmern in Hohne zuletzt immer die größte Gruppe. Einer, der jedes Mal dabei war, ist Paul Venker. Der 78-Jährige blickt auf den „schönsten Lauf im Kreis Steinfurt“ zurück.
Seine Gefühle behält der engagierte Läufer aus Emsdetten, der in seinem Leben an über 800 Wettkämpfen teilgenommen hat, nicht für sich: ,,Der Teutolauf ist ein fester Termin im Jahreskalender, die Veranstaltung war immer sehr gut organisiert und die Strecke landschaftlich einmalig. Keine Frage: Am Samstag endet eine „Ära.“ Eine, in der auf den verschiedenen Strecken in Summe rund 31.000 Menschen ins Ziel gelaufen sind. Organisiert wird der Teutolauf vom TV Hohne, Start- und Zielpunkt ist immer die Grund schule im Lengericher Ortsteil. Wie berichtet, finden die Organisatoren keine Nachfolger und mussten deswegen das Ende der Veranstaltung verkünden. Zunehmende Bürokratie, Vorschriften und Auflagen sowie zahlreiche Einschränkungen würden die Durchführung zusätzlich komplizierter machen, klagten sie.
Die 1800 gemeldeten Läuferinnen und Läufer gehen auch am Samstag ein letztes Mal wieder über unterschiedlichste Strecken an den Start: Anmeldungen waren im Vorfeld für die Walking-Runde ( 12,5 Kilometer), den Jedermannlauf (sechs Kilometer), den Waldlauf (12,2 Kilometer) und den längeren Teutolauf (29 Kilometer) möglich – in Windeseile war die 28. Auflage ausverkauft. Die meisten Teilnehmer, 862, haben sich für die längste Strecke, die bis nach Bad Iburg führt, angemeldet.
Die Verantwortlichen können diesen Umstand als Würdigung für das Engagement der vergangenen Jahre werten, meint Venker. Der Sportler, der in Emsdetten mit einigen Mitstreitern den „Teekottenlauf“ seit knapp 40 Jahren organisiert, hat sich für Samstag keine Zeit vorgenommen.
,,Ich möchte ankommen und einen schönen Tag verbringen.“
Beginnen wird dieser für die Emsdettener wie zuletzt immer mit einer Busfahrt nach Lengerich. Wichtig sei es, sich gegenseitig anzufeuern und sich am Abend dann auch für die Leistungen auf der Strecke zu belohnen. Das passiert dann im Restaurant Malepartus in Lienen, ehe es um 21 Uhr mit dem Bus zurück nach Emsdetten geht.
Der Teutolauf, so Venker, besteche durch seine Vielfalt:
,,Es gibt asphaltierte Strecken, kleine Waldwege und eine wunderbare Aussicht aus dem Teuto heraus.“ Zudem sei die Strecke durch ihre Höhen und Tiefen sehr anspruchsvoll, gleichzeitig gebe es an zahlreichen Stellen Verpflegungsstände und zusätzliche Motivation durch das Publikum beim Zieleinlauf.
Angefangen hat Venker das Laufen übrigens mit 27 Jahren: ,,Damals wollte ich abnehmen und bin dann einfach dabei geblieben.“ Seit 1971 ist er bei über 80 Marathon-Läufen am Start gewesen, den Teutolauf am Samstag wird er zusammen mit seiner Frau Margret bestreiten: ,,Es ist immer gut, wenn der Partner mit zieht. Das motiviert noch einmal zusätzlich.“ Körperlich wie geistig habe ihn das Laufen immer fit gehalten – eine große Rolle dafür haben auch der Teutolauf, der am Samstag um 13 Uhr startet, und die Vorbereitung für diesen gespielt.
Gutes Stichwort: Diese hat in den vergangenen Wochen gut funktioniert. Um sich an das Höhenprofil des Lengericher Teutos zu gewöhnen, haben die Emsdettener rund um die Dörenther Klippen in Ibbenbüren trainiert: ,,Wir sind gut vorbereitet und freuen uns, den Teutolauf ein letztes Mal zu genießen.“

