Kälte, Dunkelheit und Schnee: Halbmarathon in der Polarnacht
Bereits zu Beginn des Jahres machten sich Marie und Oliver Heidotting auf den Weg nach Norwegen, um an einem ganz besonderen Laufabenteuer teilzunehmen: dem Polar Night Halbmarathon. Für Marie Heidotting war es zugleich der erste Halbmarathon.
Der Polar Night Halbmarathon findet jährlich Anfang Januar in Tromsø statt, der größten Stadt nördlich des Polarkreises. Mit seiner Lage bei fast 70° Nord gilt er als der nördlichste Halbmarathon weltweit. Neben der Halbmarathondistanz stehen beim Polar Night Marathon Event auch ein Marathon sowie 10-km und 5-km-Läufe auf dem Programm. Insgesamt lockte die Veranstaltung über 2500 Starter aus über 40 Nationen an.
Der Startschuss fiel am Samstag, den 03. Januar, um 15:00 Uhr. Bei klarem Himmel und Temperaturen von −9 Grad ist der frostige Atem der Läuferinnen und Läufer deutlich sichtbar, während sie durch die Straßen von Tromsø laufen. Es ist Mitten am Tag und es wird nicht hell. In dieser Zeit ohne Sonnenaufgang und ohne direktes Sonnenlicht bietet die mit Fackeln und Kerzen beleuchtete Strecke eine unvergleichliche Laufatmosphäre.
Der Halbmarathon startete auf der Haupteinkaufsstraße Storgata im Zentrum von Tromsø. Von dort führte die schneebedeckte Strecke entlang der nordischen Küstenlandschaft zunächst in südlicher Richtung in das Viertel Bjerkaker und anschließend wieder nach Norden. Am Flughafen von Tromsø warteten kurz hintereinander zwei Wendepunkte, nach denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf derselben Strecke zurück ins Stadtzentrum laufen, wo schließlich das Ziel auf sie wartete.
Marie und Oliver Heidotting liefen den Halbmarathon gemeinsam und erreichten nach 2:54:28 Stunden das Ziel. Marie erzielte mit dieser Zeit in der Altersklasse W 18-34 den 162. Platz und in der Gesamtwertung Platz 760. Oliver finishte als 30. der Altersklasse M 55-59 und belegte Platz 761 in der Gesamtwertung. hth


