- Kim Vaske am Mittwoch beim Kugelstoß-Wettkampf in Paris. Ihr bester Versuch in der Paralympics-Arena Stade de France landete bei enttäuschenden 9,04 Meter.
Kugelstoß-Wettkampf bei den Paralympics in Paris
Quellenangabe: Sportredakteur Marius Holthaus, Emsdettener Volkszeitung, Ausgabe 05.09.2024
Schade, da war mehr drin. Für Kim Vaske stand bei den Paralympics in Paris am Mittwochmittag das Kugelstoßen an. Bei ihren drei Versuchen kam sie jedoch nicht über 9,04 Meter hinaus und musste damit den anderen 14 Finalistinnen den Vortritt lassen.
„Es hat nicht ganz so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagte die Emsdettenerin anschließend am ARD-Mikrofon.
Vor ihrer im Juli erfolgten Paralympics-Nominierung hatte Vaske bereits mit 10,66 Meter geglänzt. Mit dieser Weite wäre sie jetzt in Paris immerhin auf Rang acht gelandet. Zum Treppchen hätte aber auch dann noch ein gutes Stück gefehlt. Bronze holte mit 11,88 Metern die Neuseeländerin Holly Robinson hinter der Ukrainerin Marijia Schappatkiwsska (12,35 Meter) und Noelle Malkamaki (USA), die mit neuer Weltrekordweite von 14,06 Metern triumphierte.
„Hört sich super an
Einerseits war allein die Teilnahme für Kim Vaske ein grandioser Erfolg. „15. der Welt hört sich super an“, sagte das erst 19 Jahre alte Leichtathletik-Top-Talent im Interview und hob hervor, sie könne „stolz darauf sein“, auf dieser Weltbühne zu stehen. Zumal sie seit nicht mal einem Jahr auf das Kugelstoßen spezialisiert ist.
Andererseits: „Klar, die Weite ist jetzt nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Es war nicht der beste Wettkampf.“
Kim Vaskes Paralympics-Abenteuer in der französischen Hauptstadt ist damit längst noch nicht vorbei. Nach dem 100-Meter-Sprint am Dienstag und dem Kugelstoßen ist sie im Stadion Stade de France am kommenden Samstag noch über 200 Meter am Start.
Sportlich groß geworden ist Kim Vaske, der seit der Geburt ein Unterarm fehlt, bei der Laufgemeinschaft Emsdetten, mittlerweile startet sie für Bayer Leverkusen.