Double Ultra Triathlon am 14./15. Juni

Quellenangabe: Sportredakteur Christoph Niemeyer, Emsdettener Volkszeitung, Ausgabe 04.06.2025

Der DUT-Countdown läuft. Noch eineinhalb Wochen, dann starten am Samstag, 14. Juni, um 7 Uhr in Emsdetten 65 Ultra-Triathletinnen und -Triathleten – Stand Dienstagnachmittag – mit dem Sprung ins Freibadbecken ihren Weltmeisterschafts-Wettkampf auf der doppelten Triathlon-Langdistanz.

Sprich: 7,6 km Schwimmen, 360 km Radfahren und 84,4 km Laufen. Am Stück! Wahnsinn, oder?

Denkste. Denn für eine Starterin dieses 6. Dettener DUT ist das nicht mehr als ein … lockeres Auslaufen. Die Kanadierin Shanda Hill, die in Emsdetten am Start sein wird, hat Mitte Mai in Brasilien einen zehnfachen (!) Langdistanz-Triathlon als Siegerin abgeschlossen. Sie ist 76 km geschwommen, hat 3600 km auf dem Rad abgestrampelt und ist 844 km gelaufen. Das Ganze hat sie in 239:14,22 Stunden geschafft, war also gut zehn Tage unterwegs. Daher dürfte für die 43-jährige Kanadierin der Dettener DUT locker zu absolvieren sein.

Auf Shanda Hill wie die anderen 64 Triathleten darf man gespannt sein. Seit einem Jahr bemüht sich ein 19-köpfiges Orga-Team, bestehend zumeist aus erfahrenen Mitgliedern der LG Emsdetten, dass dieser Wettkampf reibungslos abläuft, wie DUT-Chef Oliver Heidotting am Dienstag erläuterte. „Dass wir erstmals die WM ausrichten, ist natürlich die Krönung“, betonte Heidotting. Zweimal hatte sich Emsdetten vergeblich beworben, beim dritten Mal erhielt man vom Weltverband IUTA den Zuschlag. WM – das bedeutet: höhere Preisgelder (der neue Weltmeister darf sich auf 1625 Euro freuen), mehr Doping-Kontrollen („sind teuer“), 140 Helferinnen und Helfer, die sich um ein „deutlich größeres Teilnehmerfeld als sonst“ kümmern. „Das größte Ultra-Starterfeld zählte bisher 63 Aktive. Aktuell haben wir 65“, hoffen die DUT-Macher auf eine neue Weltbestmarke.

„Der DUT – das ist gelebtes Europa“

Unter den 65 Aktiven – 59 Männer und 6 Frauen – sind Teilnehmer aus 19 Nationen, nach Deutschland (25) kommen die meisten aus Polen (12). „Der DUT – das ist gelebtes Europa“, weiß Orga-Routinier Paul Venker. „Wer durch das Athleten-Dorf auf dem Parkplatz des Tennisvereins geht, der erlebt und spürt das.“ Bis auf „die ersten 15 Ultras ist es auch ein gemeinsamer Wettkampf, man hilft und unterstützt sich gegenseitig“, berichtet Dirk Magnus aus dem Orga-Team über die ganz spezielle Atmosphäre, die die Zuschauenden am Samstag und Sonntag, 14. und 15. Juni, live erleben können.

Das DUT-Zentrum ist wieder die Anlage des Tennisvereins Emsdetten an der Blumenstraße. Hier kann man die Athleten von der Sitztribüne aus verfolgen, kann den fachkundigen Kommentaren der Moderatoren Bernhard Vogel und Frank Lüttmann lauschen oder kann auf der großen Video-Leinwand das Geschehen verfolgen.

Und – vielleicht – sogar Zeuge eines neuen Weltrekordes werden. Der Münsteraner Tom Dreyer, erstmals in Detten dabei, „hat angekündigt, dass er auf den Weltrekord geht“, erklärt Oliver Heidotting. „Unsere Strecke gilt jedenfalls als schnell.“