Zusammenhalten, kämpfen, feiern: LG Emsdetten mit starkem Teamauftritt in Hagen

Deutsche Jugendmannschaftsmeisterschaften auf Westfalenebene – 26. September 2026, Hagen

Was für ein Tag für die jungen Athletinnen der Laufgemeinschaft Emsdetten! Bei den Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaften auf Westfalenebene im alten Ischelandstadion in Hagen stellte die LG Emsdetten bei idealen sonnigen Bedingungen eindrucksvoll unter Beweis, dass Leichtathletik nicht nur aus Zeiten, Weiten und Höhen besteht – sondern vor allem aus Teamgeist, Zusammenhalt und Freundschaft.

Allein die Qualifikation für diesen Wettkampf ist etwas Besonderes. Die Teilnahme setzt entsprechende Qualifikationsleistungen voraus und ist daher längst nicht für jede Mannschaft selbstverständlich. Für die jungen Athletinnen der LG Emsdetten war es deshalb bereits ein großer Erfolg, überhaupt in Hagen dabei sein zu dürfen. Am Ende belegte die Mannschaft in der WJU14 mit 6.386 Punkten den siebten Platz.

Und natürlich darf man auch sagen: An einem perfekten Tag wäre vielleicht noch etwas mehr möglich gewesen. Einige Leistungen blieben hinter den eigenen Möglichkeiten zurück, dazu kamen unglückliche Situationen. Doch das war am Ende überhaupt nicht schlimm. Denn genau dann zeigte sich, was diese Mannschaft ausmacht.

Eine Staffeldisqualifikation und ein Hürdensturz hätten die Stimmung leicht trüben können. Bei den 14 Freundinnen sorgten diese Rückschläge jedoch vielmehr dafür, dass sie noch enger zusammenrückten. Es wurde getröstet, angefeuert und gemeinsam weitergekämpft. An diesem Tag hat der Teamgeist gesiegt.

Auch sportlich gab es zahlreiche starke Leistungen. Als erste Disziplin stand die Sprintstaffel auf dem Zeitplan. Die erste 4×75-Meter-Staffel mit Josie Waltermann, Sofia Hense, Sarah Witt und Lara Aupke lief starke 40,79 Sekunden und sammelte damit 1.017 Punkte. Die zweite Staffel mit Lenja Söllner, Marla Rentmeister, Thea Willer und Leonie Heitmann wurde dagegen leider aufgrund eines Übergabefehler des Staffelstabes disqualifiziert.

Auch im Ballwurf konnten die Emsdettenerinnen wichtige Punkte sammeln. Sarah Witt warf den 200-Gramm-Ball auf 37,00 Meter und erzielte damit 449 Punkte. Finja Rose kam auf 36,00 Meter und stellte dabei eine persönliche Bestleistung auf, die mit 441 Punkten belohnt wurde. Lara Winter erreichte gute 23,00 Meter.

Josie Waltermann mit herausragendem Hochsprung

Das absolute sportliche Highlight des Tages lieferte erneut Josie Waltermann im Hochsprung. Die erst zwölfjährige Athletin übersprang sensationelle 1,54 Meter und verbesserte damit ihre Leistung von den Westfaleneinzelmeisterschaften in Menden aus der vergangenen Woche gleich um weitere drei Zentimeter.

Auch Finja Rose und Elisa Venker trugen mit jeweils übersprungenen 1,30 Metern zum Mannschaftsergebnis bei.

Josies 1,54 Meter sind dabei besonders bemerkenswert. Nach dem von der LG einsehbaren aktuellen DLV-Leistungslisten ist sie damit in der Altersklasse W12 derzeit deutschlandweit die beste Hochspringerin. Eine außergewöhnliche Leistung für Josie und auch ein großartiger Erfolg für das Trainerteam.

Im Weitsprung erreichte Sarah Witt 4,47 Meter und sammelte damit 490 Punkte. Frieda Schmidtke sprang 4,16 Meter und erhielt dafür 454 Punkte, während sich Lara Aupke mit 4,09 Metern nur knapp dahinter einsortierte.

Besonders spannend wurde es bei den Sprints. Über 75 Meter liefen Lara Aupke und Sofia Hense jeweils 11,06 Sekunden und sammelten damit jeweils 421 Punkte. Marla Rentmeister kam in 11,43 Sekunden ins Ziel, und unterstrich ihre Sprintqualitäten.

Über die 60 Meter Hürden zeigte Josie Waltermann mit 10,32 Sekunden eine neue persönliche Bestleistung und holte starke 543 Punkte. Thea Willer benötigte 12,45 Sekunden und erhielt dafür 396 Punkte. Sofia Hense stürzte bei einem Hürdensprung und kam daher auf 16,76 Sekunden.

Über 800 Meter überzeugte Estella Peters mit 2:40,88 Minuten und 455 Punkten. Emilia Peters lief in 2:56,02 Minuten eine persönliche Bestleistung und erhielt dafür 389 Punkte. Ebenfalls eine persönliche Bestleistung erzielte Lenja Söllner mit sehr guten 2:59,42 Minuten.

Der siebte Platz ist dabei eine starke Mannschaftsleistung. Denn während bei einem Einzelwettkampf jeder vor allem für sich selbst kämpft, zählt bei einer Mannschaftsmeisterschaft jeder einzelne Punkt – und noch viel mehr das Miteinander. Die 14 Freundinnen haben gezeigt, dass sie auch mit Rückschlägen umgehen können. Sie haben sich gegenseitig motiviert, getröstet, angefeuert und gefeiert.

Und genau deshalb kann die LG Emsdetten stolz auf diese Mannschaft sein. Der siebte Platz ist das Ergebnis eines tollen Wettkampftages – der Teamgeist aber ist das, was von diesem Tag bleiben wird.