Fünf Finisher der LG Emsdetten bezwingen den Berlin-Marathon 2026
Emsdetten / Berlin. Am vergangenen Sonntag stand die Bundeshauptstadt ganz im Zeichen des Laufsports: Beim 52. BMW Berlin-Marathon 2026 gingen auch fünf Athletinnen und Athleten der LG Emsdetten an den Start und erreichten bei Deutschlands größtem Marathon erfolgreich das Ziel hinter dem Brandenburger Tor. Das geschichtsträchtige Event bot bei nahezu optimalen Wetterbedingungen eine beeindruckende Kulisse für Spitzen- wie Breitensportler.
Schnellste Läuferin im LGE-Trikot war Sarah Hunke. Sie zeigte eine starke Leistung und überquerte die Ziellinie nach einer Nettozeit von 04:04:37 Stunden (Brutto: 04:07:43), womit sie sich in ihrer Altersklasse AK 40 den 753. Platz (Gesamtplatzierung: 22.993) sicherte. Ihre Endzeit ist dabei umso bemerkenswerter, da sie bei Kilometer 34 durch Fremdverschulden zu Fall kam. Nach einer Kollision stürzte sie schwer auf Schulter und Gesicht, entschied sich jedoch trotz der daraus resultierenden Verletzungen und Schmerzen, das Rennen nicht abzubrechen. Sie kämpfte sich über die verbleibenden acht Kilometer erfolgreich bis ins Ziel.
Ebenfalls eine solide Ausdauerleistung zeigte Reinhard Schwering in der Altersklasse AK 60. Er absolvierte die 42,195 Kilometer in einer Endzeit von 05:10:23 Stunden und holte sich damit den 1.144. Platz in seiner Altersklasse. Für Schwering war dieser Lauf ein ganz besonderes Jubiläum: Er bewältigte den Berliner Kult-Marathon bereits zum 27. Mal und stellte damit einmal mehr seine beeindruckende Konstanz und jahrzehntelange Fitness unter Beweis.
Nur wenige Minuten später folgte ihm Vereinskollege Marcus Meiners (AK 55), der die Ziellinie nach 05:15:00 Stunden erreichte und auf Platz 2.013 seiner Altersklasse landete. Für Meiners war es ein Lauf mit besonderer symbolischer Bedeutung: Als Mitglied des Organisationsteams hatte er im Vorfeld den zeitgleich in Emsdetten stattfindenden Detten Urban Run (DUR) vorbereitet. Zwar konnte er am Tag des DUR nicht persönlich vor Ort in Emsdetten mitwirken, schuf jedoch eine sportliche Brücke in die Bundeshauptstadt, indem er die vollen 42,195 Kilometer stolz im offiziellen DUR-Shirt absolvierte.
Das LGE-Duo Dirk und Kathrin Magnus (beide AK 45) bewältigte die Strecke in Berlin ebenfalls erfolgreich. Dirk Magnus finishte den Kurs mit einer Nettozeit von 06:10:02 Stunden (Platz 3.987 AK). Kathrin Magnus erreichte das Ziel nur knapp zwei Minuten später nach 06:12:48 Stunden (Platz 2.184 AK).
Äthiopischer Doppelsieg und Krampfdrama an der Weltspitze
Insgesamt verzeichnete das Mega-Event ein Rekordfeld von mehr als 56.000 gemeldeten Teilnehmenden aus 162 Nationen. An der absoluten Weltspitze gab es einen äthiopischen Doppelsieg: Bei den Männern triumphierte der 35-jährige Guye Adola in einer Weltklassezeit von 2:02:50 Stunden. Bei den Frauen verteidigte Tigst Assefa ihren Titel in 2:11:04 Stunden. Sie lag bis Kilometer 40 spektakulär auf absolutem Weltrekordkurs, musste sich jedoch nach einem dramatischen Krampfloch auf den letzten beiden Kilometern sichtlich humpelnd ins Ziel retten.
Neben den Profis sorgten farbenfrohe Kostüme und besondere sportliche Leistungen für Aufsehen an der Strecke. So schaffte der Läufer Iskander Yadgarov das Kuriosum, den gesamten Marathon in Crocs zu absolvieren und stellte in 2:30:03 Stunden einen inoffiziellen „Schuh-Rekord“ auf. Auch die Promidichte war hoch: TV-Moderator Kai Pflaume finishte spontan in 3:32:33 Stunden, gefolgt von Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die ihr Marathondebüt nach 4:03:18 Stunden erfolgreich beendete. Ex-Radprofi Rick Zabel benötigte 4:05:38 Stunden, während der dreifache Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno drei Jahre nach seinem Karriereende in fantastischen 2:23:33 Stunden (Platz 3 in der AK 45) durchs Ziel fegte.
Mit fünf erfolgreichen Finishern im Ziel zieht die LG Emsdetten eine durchweg positive Bilanz für das spektakuläre Marathon-Wochenende in Berlin. Die intensive Vorbereitung in den vergangenen Sommermonaten hat sich für alle Beteiligten bezahlt gemacht.


